Das RCC-Glossar bündelt die wichtigsten Fachbegriffe rund um den Schutz von Industrierobotern und Produktionsmaschinen. Jeder Eintrag liefert eine kurze Definition und verweist auf die zugehörigen Produkt- oder Artikelseiten. Diese Ressource wird regelmäßig von unserem Bureau d’études aktualisiert.
ATEX
Abkürzung für Atmosphères Explosibles. Die Richtlinie 2014/34/EU regelt die Zulassung von Geräten, die in Bereichen eingesetzt werden, in denen brennbare Gase, Dämpfe oder Stäube eine explosive Atmosphäre bilden können. Eine ATEX-Hülle muss antistatisch sein, darf keine funkenbildenden Bauteile enthalten und wird mit einer Konformitätserklärung geliefert.
Bureau d’études
Internes Ingenieurteam von RCC, zuständig für 3D-Audit, Materialwahl, technische Zeichnung und Prototypvalidierung. Das Bureau d’études garantiert eine passgenaue Auslegung jeder Schutzhülle.
Cobot
Kollaborierender Roboter, der direkt neben menschlichen Bedienern arbeitet. Cobots (Universal Robots, KUKA LBR iiwa, Fanuc CRX, ABB GoFa) erfordern dedizierte Hüllen, welche Sicherheitszonen und komplexere Kinematik berücksichtigen.
Encoder
Positionssensor an jeder Roboterachse. Sehr empfindlich gegenüber Staub, Spritzern und Vibrationen, gehört der Encoder zu den teuersten Komponenten. Eine geeignete Hülle verhindert das Eindringen von Schmutz und verlängert die Lebensdauer.
Lebensmittelkontakt (Zulassung)
Eignung eines Materials für den direkten oder indirekten Kontakt mit Lebensmitteln, ohne diese zu verändern. RCC-Hüllen für die Lebensmittelindustrie bestehen aus für den Lebensmittelkontakt zugelassenen Geweben und sind mit industriellen Reinigungsmitteln waschbar.
Gießerei
Industriesektor für das Schmelzen und Gießen von Metallen. Der Gießereischutz erfordert Hochtemperaturgewebe (Glasfasergewebe, silikonbeschichtetes Gewebe usw.), die Metallspritzern und thermischer Strahlung standhalten.
Schutzhülle für Roboter
Maßgeschneiderte Texthülle, die einen Industrieroboter vor seiner Produktionsumgebung abschirmt. Eine RCC-Hülle besteht typischerweise aus einem Korpus, Armhüllen, Manschetten und Bälgen für Gelenke und Achsen sowie maßgefertigten Metallteilen, die die Hülle während des gesamten Roboterzyklus in Position halten.
ISO 9001
Internationale Norm für Qualitätsmanagement. RCC war in der Vergangenheit nach ISO 9001 zertifiziert und behält deren Methoden bei (dokumentierter Prozess für Konzeption, Fertigung und Nachverfolgung mit Rückverfolgbarkeit jeder Bestellung); das Unternehmen ist derzeit nicht mehr zertifiziert.
Vorbeugende Wartung
Geplante Maßnahmen (Reinigung, Kontrolle, Austausch), die einen Ausfall verhindern, bevor er auftritt. Sie umfasst Achsen, Kabel, Soufflets und die Schutzhülle selbst.
Korrektive Wartung
Eingriff nach einem Ausfall oder einer Störung. Eine intakte Hülle senkt die Frequenz korrektiver Wartung erheblich, weil sie die empfindlichen Bauteile schützt.
Manschetten, Bälge und Bauteilhüllen
Bauteile einer Roboterschutzhülle: Manschetten, Bälge, Armhüllen, Sockelhüllen, Motorhüllen… Die Bälge und Manschetten von RCC folgen der Roboterdynamik ohne zu reißen oder Bewegungen zu behindern.
Reinraum (ISO 14644)
Umgebung mit kontrollierter Partikelkonzentration, normiert nach ISO 14644. RCC-Hüllen für Reinräume bestehen aus nicht-fasernden Materialien und sind nach speziellen Protokollen waschbar.
Industrieroboter
Mehrachsiger Roboterarm für automatisierte Produktion. RCC schützt die führenden Marken: Fanuc, ABB, KUKA, Stäubli, Yaskawa/Motoman, Kawasaki, Mitsubishi, Epson, Comau, Universal Robots, Omron, Denso, Nachi, Hyundai, Estun.
Schweißroboter
Roboter für MIG-, MAG-, WIG-, Laser- oder Punktschweißen. Stark Spritzern und Hitze ausgesetzt, benötigt er eine Aramid- oder silikonbeschichtete Schweißhülle.
Maßgeschneidert
Fertigungsansatz, bei dem jede Hülle für genau einen Roboter und sein Umfeld konzipiert wird, im Gegensatz zu Standardprodukten. Maßgeschneidert bei RCC bedeutet: Vor-Ort-Audit, 3D-Zeichnung, validierter Prototyp und Serienreife im Werk Toul.
Technisches Textil
Spezialgewebe für industrielle Anwendungen: beschichtetes Polyester, hochtemperaturfähiges Aramid, Keramikfasern, Silikon, PTFE, antistatische Gewebe. Die Auswahl erfolgt nach thermischen, chemischen und mechanischen Anforderungen.
ATEX-Zonen (1, 2, 21, 22)
Klassifizierung von Bereichen mit Explosionsrisiko nach Richtlinie 1999/92/EG. Zonen 1 und 2 betreffen Gase und Dämpfe (gelegentlich bzw. selten), Zonen 21 und 22 brennbare Stäube. Eine ATEX-Hülle muss für die exakte Zone zugelassen sein.

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